Heute werden in Wien und Budapest Jubiläumskonferenzen und Feiern zum 10jährigen Bestehen des sogenannten „Bologna-Studiensystems“ abgehalten. Dieses sieht für Studierende in der EU gleiche Ausbildung, Studienpläne und Auszeichnungen (Bachelor, Master, PhD = Doktorat) sowie mehr Mobilität der Studierenden vor. In der Realität gibt es allerdings 10 Jahre nach Einführung noch immer gravierende Unterschiede vor allem im Lehrplan der verschiedenen Mitgliedsstaaten und Universitäten. In der Hofburg soll ab 14.00 h die Jubiläumskonferenz beginnen, der Bereich zwischen Staatsoper, Burgtheater und Hofburg wird großräumig abgesperrt. Studentenvereinigungen haben bereits Demonstrationen angekündigt, in Wien ist mit Straßenblockaden und Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Schon gestern besetzten Studentenvertreter und Studenten aus dem Ausland den Hörsaal im NIG (Neue Institutionsgebäude der Universität Wien), sie forderten Räume für eine Gegenveranstaltung, verließen jedoch das Gebäude heute Früh unverrichteter Dinge. Wissenschaftsministerin Beatrix Karl forderte die Demonstranten zur Mitgestaltung im Bologna-System auf. Bleiben den Studenten Eurer Meinung nach nur mehr Demonstrationen, um gegen das System zu protestieren und Veränderungen herbeizuführen?