Die verheerenden Wald- und Torfbrände in Russland breiten sich immer weiter aus. Heute herrschten teilweise Temperaturen bis zu 42 Grad, was zusätzlich zur Verschärfung der Lage beigetragen hat. Rund 170.000 Feuerwehrleute kämpfen gegen derzeit 520 Brände an und es ist kein Ende in Sicht. Die österreichische Botschaft hat Urlaubern aus Österreich empfohlen, die gefährdeten Gebiete zu verlassen. Mittlerweile ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 50 gestiegen. Im Atomforschungszentrum Sarow (400 km von Moskau entfernt) wurden vorsichtshalber sämtliche radioaktiven Materialien entfernt und abtransportiert. Die Hitzewelle soll noch bis zum Wochenende dauern, erst dann könnten tiefere Temperaturen und eventuelle Regenfälle für eine Entspannung der Lage sorgen. Durch die Vernichtung von großen Getreideanbauflächen wird Russland ab 15.8.2010 kein Getreide mehr ins Ausland exportieren. An den Börsen herrscht daher bereits ein Run auf Getreide, vor allem Weizen, wodurch auch massive Preissteigerungen zu erwarten sind, z.B. bei Brot, Bier und allen anderen Produkten, für die Getreide benötigt wird.