Ab heute werden in Frankreich weitere Gespräche über die Anhebung des Pensionsalters geführt. Die Verhandlungen darüber gehen somit in die letzte Runde, danach wird eine Entscheidung gefällt, ob das Pensionsantrittsalter um 2 Jahre von 65 auf 67 Jahre steigt. In den letzten Wochen gab es diesbezüglich schon mehrere Streiks und Protestkundgebungen, die vorwiegend von den Gewerkschaften organisiert wurden. Diesmal wurden von Bahn, Transporteuren usw. bereits Streiks und Blockaden angekündigt. Frankreichs Präsident Sarkozy hat bereits festgestellt, dass die Pensionsreform durchgezogen wird, um die enormen Defizite in den Pensionskassen wieder einigermaßen auszugleichen. Innerhalb Europas gibt es viele Staaten, die mit Problemen im Hinblick auf die Versorgung von älteren Menschen zu kämpfen haben, speziell wenn sie pflegebedürftig werden. Eine Anhebung des Pensionsalters bringt den gravierenden Nachteil mit sich, dass die Arbeitsplätze damit für junge Menschen nicht verfügbar sind, die sich jedoch eine Existenz aufbauen müssen und auch lange Zeit in den „Pensionstopf“ einzahlen und auch sehr leistungsfähig sind. Die ältere Generation darf sich über eine steigende Lebenserwartung freuen, sollte jedoch auch bei bester Gesundheit und Leistungsfähigkeit und –willen bedenken, dass jeder Arbeitsplatz, der in fortgeschrittenem Alter besetzt gehalten wird, für einen jungen Menschen verloren geht, der sich dadurch auch oftmals keinen eigenen Hausstand und eine eigene Familie (schon gar nicht mit mehreren Kindern) leisten kann.
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