Die Anzahl der Todesopfer bei der Umweltkatastrophe in einer Aluminiumfabrik der MAL AG (Magyar Aluminium Termelö es Kereskedelmi Zrt. – Ungarische Aluminium Produktions und Handels AG) bei Devecser (Ungarn) ist auf insgesamt 4 gestiegen. Unter den Toten befinden sich 2 kleine Kinder. Etwa 120 weitere Menschen wurden verletzt. Ein Becken der Alu-Fabrik ist geborsten, daraus hatten sich Tonnen von rotem Schlamm, der teilweise bis zu 2 m hoch war über die umliegenden Orte ergossen und teilweise Menschen, Tiere und Autos mit sich gerissen. In den betroffenen Orten Devecser, Kolontar und Somlovasarhely ist deutlich sichtbar, in welcher Höhe sich die Schlammlawine befunden hat, es wurde mit zügigen Aufräumarbeiten begonnen, die Atemluft riecht metallisch und reizt die Schleimhäute. Über die Giftigkeit des Schlammes ist noch nichts näheres bekannt, heute sollen diesbezügliche Untersuchungen stattfinden. Der Rotschlamm (auch Bauxitschlamm – Bauxit wird mittels Natronlauge zur weiteren Verarbeitung aufgebrochen) ist ein Abfallprodukt der Aluminiumgewinnung und enthält u.a. Schwermetalle und Natronlauge. Umweltexperten rechnen mit einer Belastung des Grundwassers und damit der Wasserversorgung der betroffenen Orte. Außerdem ist davon auszugehen, dass der rote Schlamm sich infolge der derzeit vorherrschenden Hochwasser-Situation in Richtung Raab ausbreiten wird und von dort weiter in die Donau und in Richtung Schwarzes Meer gelangen könnte.
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