Gestern kam es im Tunnel, der zum Festgelände der Love Parade in Duisburg (Deutschland) führt, zu einer Massenpanik. Das Festgelände ist nur für 350.000 Menschen konzipiert, es kamen jedoch insgesamt an die 1,4 Millionen zu dem Techno-Spektakel. Daher musste das Gelände gesperrt werden, es wurde jedoch gedrängt, die Menschen im Tunnel kamen sozusagen „nicht aus“, etliche brachen zusammen. Einige wollten in Panik über die Absperrungen klettern, stürzten dabei jedoch ab. Die Menschen, die zu Boden fielen, wurden von den Nachkommenden niedergetrampelt, einige wurden auch an die Tunnelwände gedrückt. Der Tunnel ist nur rund 100 Meter lang. Ersten Meldungen zufolge gab es 15 Tote, die Anzahl der Toten stieg mittlerweile auf 19 Personen. Rund 350 weitere sind verletzt. Nach dem Unglück brach das Handynetz wegen Überlastung zusammen. Matthias Roeingh (alias „DJ Dr. Motte”), der Erfinder der Love Parade bezichtigt die Veranstalter, krasse Managementfehler begangen zu haben, weil nur ein einziger Zugang zum Festgelände vorhanden war. Auf der Webseite der Love Parade wird das Mitgefühl mit allen Betroffenen ausgedrückt, es wurde von der Stadt Duisburg eine eigene Hotline für besorgte Angehörige eingerichtet (Tel. 0203-94000 ohne Gewähr). Zahlreiche Prominente aus der Politik haben ebenfalls ihr Mitgefühl ausgedrückt. Die Love Parade wurde laut Auskunft der Polizei nach dem Unglück aus Sicherheitsgründen nicht abgebrochen, um eine weitere Massenpanik zu verhindern. Heute Mittag wollen die Veranstalter gemeinsam mit Duisburger Politikern eine Pressekonferenz abhalten.