Eine seit 2004 in Österreich lebende Familie aus dem Kosovo steht kurz vor der Abschiebung. Der Asylantrag wurde abgelehnt. Da die Mutter kurz vor der Festnahme in die Schubhaft aufgrund von Selbstmordgefährdung stationär aufgenommen werden musste, befinden sich der Vater und seine zwei neunjährigen Zwillingsmädchen nun ohne die Mutter in der Schubhaft und sollen heute in den Kosovo abreisen. Bei allen rechtlichen Voraussetzungen, die dieser Entscheidung zugrunde liegen und bei allem Verständnis für eine Einschränkung der Zuwanderungspolitik stellt sich jedoch anhand dieses Falles wieder die Frage, weshalb Asylverfahren nicht endlich drastisch verkürzt werden, damit sich Menschen und Familien in Österreich nicht erst eine Existenz aufbauen und hier ihren Lebensmittelpunkt begründen, um dann wieder in ihre Ursprungsländer abreisen zu müssen. Eine rasche und vielleicht harte Entscheidung wäre eventuell doch fairer, bevor Menschen wieder in ihre alte Heimat abreisen müssen, in der sie längst nicht mehr zu Hause sind.