Auch in Italien muß nun kräftig gespart werden. Nach Griechenland, Irland, Portugal und Spanien gilt das hochverschuldete Land (mit 120 % des BIP die zweithöchste Verschuldung der Eurozone nach Griechenland) ebenfalls als gefährdet. Vor allem Spekulanten dürften die Finanzkrise noch weiter vorantreiben, was sich vergangenen Freitag speziell an der Mailänder Börse zeigte. Es müssen nun auch äußerst unpopuläre Sparmaßnahmen durchgeführt werden, was der Regierung unter Silvio Berlusconi einiges an Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Heute werden die Finanzminister der Euro-Länder in Brüssel (Belgien) im Zuge eines Krisentreffens die Beratungen bezüglich Griechenland fortführen. Im Kernpunkt steht das Thema, wie private Gläubiger für die Finanzhilfe für Griechenland eingebunden werden könnten. Im Hinblick auf Italien wäre es auch denkbar, daß der Euro-Rettungsschirm auf insgesamt 1,5 Billionen Euro (Anmerkung: 1 Billion = 1.000 Milliarden) verdoppelt wird.