Das aus der explodierten Ölplattform Deepwater Horizon austretende Erdöl breitet sich nach wie vor trotz Gegenmaßnahmen von BP (British Petroleum) immer weiter aus. Nun sind auch in Texas (USA) erstmals Erdölklumpen im Meer und am Strand entdeckt worden. Texas war bis jetzt der einzige US-Bundesstaat am Golf, der von der Ölpest verschont geblieben ist. Betroffen sind nun Florida, Mississippi, Alabama, Louisiana sowie Texas. Nicht nur für die Umwelt eine Katastrophe ungeheuren Ausmaßes, auch für den BP-Konzern, der abgesehen vom Verlust des ausströmenden Erdöls bereits Milliarden in einen Fonds für Schadenersatzzahlungen zahlen musste und dessen Aktienkurse teils rapide Verluste erlitten hat. Aufgrund dessen sucht BP nach strategischen Investoren, die 5 bis 10 % der Anteile am Konzern übernehmen. In Frage kämen dafür z.B. der Staat bzw. die Konkurrenz. Außerdem setzt BP nun auf den Einsatz des Riesentankers „A Whale“ (ein Wal), der allerdings aufgrund stürmischer See noch nicht zum Einsatz kommen konnte. Der Tanker könnte im Golf von Mexiko täglich bis zu 80 Millionen Liter Erdöl vermischt mit Wasser auffangen und gleichzeitig von einander trennen. Die bisherigen Kosten für die Bekämpfung der Ölpest werden indes mit rund 3 Milliarden Dollar beziffert.