Barcelona hat im gestrigen Champions-League Match im Camp Nou vor 96.000 begeisterten Zusehern Inter Mailand mit 1:0 besiegt. Dies war jedoch fürs Finale zu wenig, da Inter im vorangegangenen Fußballspiel gegen Barcelona auswärts mit 3:1 erfolgreich war. Das CL-Match war geprägt vom taktischen Mauern der Mailänder, in deren Mannschaft kein einziger italienischer Fußballer spielte . Barca war rund 76 % im Ballbesitz. In der 28. Minute erhielt Thiago Motta (Inter) wegen eines Fouls mit gestreckter Hand Gelb-Rot und die Mannschaft beschränkte sich ab diesem Zeitpunkt nur mehr auf die Verteidigung. In der 84. Minute erzielte Pique das 1:0 für Barcelona. Kurz darauf erzielte Krkic noch ein Tor für die Katalanen, das jedoch wegen angeblichen Handspiels nicht anerkannt wurde. In der Wiederholung in Zeitlupe konnte zwar klar erkannt werden, dass es sich nicht um ein Handspiel gehandelt hatte, dies änderte jedoch nichts mehr an der Schiedsrichter-Entscheidung. Umso bitterer für den Titelverteidiger FC Barcelona, der beim 3:1 auch schon ein Tor aus einer mehr als abseitsverdächtigen Position erhalten hatte. Dieses Ergebnis lässt wieder die Stimmen laut werden, die einen zusätzlichen Schiedsrichter außerhalb des Spielfelds fordern, der die Möglichkeit hat, sich das Geschehen in der Wiederholung und auch in Zeitlupe anzusehen. Inter Mailand steht nun zum ersten Mal seit 1972 wieder im Champions-League-Finale und wird nächste Woche auf den FC Bayern München treffen.