Am heutigen Tag konnten bereits 11 der verschütteten 33 Bergleute der San Jose Mine in der Atacama-Wüste in Chile gerettet werden. Die Bergleute, die seit mehr als 2 Monaten in ca. 644 m Tiefe eingeschlossen waren, müssen einzeln mit einer Rettungskapsel mit dem Namen „Phönix 2“ an die Erdoberfläche geholt werden und Schutzanzüge sowie Augenschutz gegen die Sonnenstrahlen und das Licht tragen. Eine Bergungsaktion dauert rund 1 Stunde, zwischenzeitlich wurde die Rettungskapsel gewartet, um ein Heißlaufen zu verhindern. Als erster wurde Florencio Avalos (31) gerettet. Auch der älteste der Bergmänner, Mario Gomez Heredia (63) befindet sich unter den bereits Geborgenen. Nun sollen alle anderen im Stundentakt gerettet werden, als Letzter dann der Schichtleiter Luis Urzua Iribarren, der bereits seit 30 Jahren Bergmann ist und u.a. Orientierungskarten für die Schächte der Gold- und Kupfermine gezeichnet hatte. Er sorgte dafür, dass die Männer in der Tiefe die Nerven bewahrten, was speziell in den ersten 17 Tagen nach dem Unglück schwierig war, da keinerlei Kontakt zur Außenwelt herrschte. Unter den Bergleuten wurde Stillschweigen darüber vereinbart, was sich zwischen ihnen abgespielt hatte, man kann jedoch davon ausgehen, dass die Enge und die Verzweiflung groß waren und es dadurch zu Reibereien kam. Die Männer befinden sich in einem guten Gesundheitszustand und wurden bei ihrer Ankunft an der Erdoberfläche von ihren Angehörigen und zahlreichen anderen Anwesenden, darunter auch führende Politiker wie der chilenische Präsident Sebastian Pinera willkommen geheißen.