Wie die Gesundheitsbehörde von Haiti mitteilte, sind in der Region Artibonite nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince bereits insgesamt 140 Menschen an der Cholera gestorben, was vermutlich mit dem schweren Erdbeben im Jänner 2010 in Zusammenhang stehen dürfte, da die Cholera vorwiegend durch verschmutztes Wasser mit dem Bakterium Vibrio cholerae übertragen wird. Die Infektion verursacht extremen Durchfall und Erbrechen, der Körper trocknet innerhalb weniger Stunden aus, was unbehandelt in 20 bis 70 % der Fälle zum Tod führt. Insgesamt sind über 1500 Cholera-Fälle gemeldet worden. Die WHO (World Health Organization, Weltgesundheitsorganisation) hat die Krankheit noch nicht bestätigt, es werden noch die Ergebnisse von Labor-Analysen abgewartet.