Zum wiederholten Mal kam es in Spanien wieder zu Demonstrationen gegen die hohen Kosten, welche der Papstbesuch von Papst Benedikt XVI. verursacht. Der Papst reist anläßlich des Weltjugendtags in Madrid gegen 12.00 h Mittags an. Heute Abend um 19.30 h wird er auf der Plaza de Cibeles erwartet. Morgen wird er einen Kreuzweg besuchen und Abends eine Andacht in Cuatro Vientos (Luftwaffen-Basis) abhalten. Die Besuche des Papstes sind zwar ein sichtbares Zeichen und eine Möglichkeit, miteinander den Glauben zu bekunden, haben jedoch bereits in der Vergangenheit aufgrund der enormen Kosten auch für die Sicherheitsvorkehrungen oftmals zu Meinungsverschiedenheiten innerhalb der katholischen Kirche gesorgt. Streng genommen ist im römisch katholischen Glauben jeglicher Protz und Prunk sowie auch „Götzenverehrung“ (hierzu würden ganz genau genommen auch „Heilige“ gehören) untersagt. Auch daß der Papst diesmal persönlich Jugendlichen die Beichte abnehmen will, wird von vielen, welche die Beichte nur als Mittel der Kontrolle über andere ansehen, nicht goutiert. Im Hinblick auf wirtschaftlich schwierige Zeiten und die vielen Kirchenaustritte wäre ein Umdenken innerhalb der Verantwortlichen in der katholischen Kirche jedenfalls eine Lösung, um die Austrittswelle zu stoppen und wieder mehr Jugendliche und auch Erwachsene für den römisch-katholischen Glauben zu gewinnen. Die Kirche sollte den Schritt in moderne Glaubens-Zeiten wagen, um nicht endgültig den Anschluß zu verpassen und eines Tages keine Mitglieder mehr zu haben.