In Österreich gibt es derzeit rund 80.000 Leiharbeiter, die Tendenz ist steigend. Anfang 2010 gab es rund 50.000 Leiharbeiter. Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) sieht darin viele Nachteile für Arbeitnehmer. Leiharbeiter haben weniger Rechte als andere Mitarbeiter. Der ÖGB spricht sich daher für eine Beschränkung der Leiharbeitskräfte auf maximal 10 Prozent aller Mitarbeiter je Firma aus. Firmen bevorzugen Leiharbeiter vor Allem in Zeiten, in denen es zu Produktionsspitzen kommt, um die fehlende Anzahl der Mitarbeiter kurzfristig zu erhöhen und nicht noch zusätzlich fixe Arbeiter auf lange Sicht aufnehmen zu müssen, die dann nicht mehr gebraucht und wieder entlassen werden müssen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist es für Firmen allerdings oftmals auch die einzige Überlebenschance, mittels Leiharbeitern den Betrieb fortzusetzen. Auch sind vor allem bei jungen und älteren Arbeitnehmern Leiharbeitsplätze oftmals die einzige Chance, überhaupt einen Job zu bekommen. Die Kehrseite sind abgesehen von der Unsicherheit des Arbeitsplatzes und der zeitmäßigen Begrenzung, dass die sogenannten „McJobs“ oft sehr schlecht bezahlt sind und Menschen mit diesem geringen Einkommen nicht genug Geld fürs tägliche Leben haben und mehrere Jobs annehmen und dadurch lange Arbeitszeiten in Kauf nehmen müssen, um einen einigermaßen normalen Lebensstandard halten zu können.