Die Grünen haben am Dienstag bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft Anzeigen gegen das Glücksspielunternehmen Novomatic, den ehemaligen FPÖ-Politiker und Lobbyist Walter Meischberger sowie Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser eingebracht. Die Grünen behaupten, dass Meischberger von der Novomatic Geld dafür erhalten hätte, um das Glücksspielgesetz zu deren Gunsten zu beeinflussen, Ex-Finanzminister Grasser habe sich im Juni 2006 dafür eingesetzt, dass es rasche Gesetzesänderungen im Sinne der Novomatic hätte geben sollen. Damals war der Abänderungsantrag ohne Regierungsvorlage am Generalsekretär des Wirschaftsbundes Karlheinz Kopf und dem Obmann des Ausschusses Günter Stummvoll gescheitert. Der Grüne Abgeordnete Peter Pilz hofft, dass sich auch diesmal die Abgeordneten gegen das „Novomatic-Gesetz“ stellen werden und ist sich sicher, dass Grasser nicht von Staatsanwälten „geschützt“ werden wird. Sowohl der Glücksspielkonzern Novomatic als auch Karl-Heinz Grasser haben bereits rechtliche Schritte gegen die Grünen und Peter Pilz angekündigt.