Immer dann, wenn es in der Kirche Skandale gibt, hat dies zur Folge, daß eine Welle an Kirchenaustritten folgt. So wie z.B. in vergangenen Jahren mit der Affäre Groer und durch Aussagen Kurt Krenns. Dieses Jahr dürften die Kirchenaustritte mit bis zu 80.000 (2009 waren es „nur“ 53.216 Austritte) laut dem Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn eine neue Spitze erreichen. Speziell nach Bekanntwerden der sexuellen Missbrauchsfälle in kirchlichen Einrichtungen wenden sich viele Menschen von der katholischen Kirche und dem darin vorherrschenden System ab. Kardinal Schönborn sprach in diesem Zusammenhang auch über „die größte Kirchenaustrittswelle seit der Nazi-Zeit“, was wiederum für Unmut sorgte, da sich die heutigen „hausgemachten“ Probleme der Kirche nicht mit den damaligen Zuständen vergleichen lassen. Vor allem im Hinblick auf die Einstellung zu Frauen und zur Sexualität wäre hier ein rasches Umdenken der Kirchenobersten gefragt, um die Kirchenaustritte einzudämmen und den Menschen die römisch katholische Kirche und deren ursprünglichen Sinn wieder näher zu bringen, wie es ja auch in anderen Religionen – z.B. bei den Evangelischen möglich ist.
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