Nachdem im April diesen Jahres im Golf von Mexiko die Erdölplattform „Deepwater Horizon“ des britischen Erdölkonzerns BP (British Petroleum) explodierte und 11 Todesopfer forderte sowie durch den seither verursachten massiven Erdölaustritt (schätzungsweise 660.000 Tonnen Rohöl) ins Meer die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA verursachte, kam es gestern rund 300 km davon entfernt zu einer weiteren Explosion einer Ölplattform im Golf von Mexiko. Die Erdöl-Bohrinsel „Vermillion 380 A“ der Firma Mariner Energy mit Sitz in Houston (Texas) befindet sich rund 145 km südlich von Vermillion Bay (US-Bundesstaat Louisiana). Bei der Explosion wurden 13 Arbeiter ins Meer geschleudert, konnten jedoch gerettet werden und das Bohrloch noch vor der Explosion rechtzeitig abdichten, bevor Öl ins Meer floss. Die Ursache der Explosion ist noch unklar, Mariner Energy, die noch insgesamt 6 weitere Bohrlöcher an der Küste Louisianas betreibt (Erdöl- und Erdgasförderung) hat Untersuchungen über die Explosionsursache der Vermillion 380 A angekündigt. Die Bohrtiefe bei der Ölplattform beträgt nur rund 100 m – zum Vergleich dazu lag die Bohrtiefe der Deepwater Horizon bei 1.500 m Tiefe. Im Falle einer Explosion kann ein Erdölaustritt in geringerer Tiefe leichter bekämpft werden.
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