Nun ist der Beitritt Estlands zur Euro-Zone fix. Nach einem rigorosen Sparprogramm, um die Vorgaben der EU zu erfüllen und damit verbundenen Einschnitten wie z.B. einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 20 Prozent (!) und einer Schrumpfung der Wirtschaft um ebenfalls 20 Prozent hat Estlands Regierung das Ziel erreicht, die EU-Finanzminister haben für einen Beitritt gestimmt. Estland wird daher mit 1.1.2011 den Euro einführen und damit 17. Mitglied der Euro-Zone werden (innerhalb von 27 EU-Staaten). In Anbetracht von gewaltigen Sparmaßnahmen, Arbeitslosigkeit, etc. werden sich vermutlich viele Gedanken über die Sinnhaftigkeit eines solchen Gewalt-Sparpakets und Fragen über die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen stellen. Auf der einen Seite stehen die Befürworter, die in der Euro-Zone und dem Gesamt-Auftritt der EU mit ihrem nun fixen Schutzschirm von 750 Milliarden Euro einen gewissen Rückhalt und auch Sicherheit sehen. Auf der anderen Seite die Gegner, die einen Abbau von Arbeitsstellen mit einem eklatanten Kaufkraftverlust und damit verbundenen Wirtschaftseinbussen und sukzessiver Verarmung gleichsetzen. Was nun wirklich davon zutreffen wird, wird die Zukunft zeigen. Fakt bleibt jedoch, dass z.B. US-Präsident Barack Obama nicht auf einen Sparkurs setzt, sondern auf den Ausbau der Wirtschaft – selbst um den Preis einer fortschreitenden Staatsverschuldung.
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