Der ehemalige israelische Präsident Moshe Katzav (65) ist in Tel Aviv vom Bezirksgericht zu 7 Jahren Gefängnis und 20.000 Euro Entschädigung verurteilt worden. Ihm wurden in 2 Fällen Vergewaltigung einer Mitarbeiterin und sexuelle Belästigungen vorgeworfen. Außerdem soll er die Ermittlungen der Justiz behindert haben. Erschwerend wertete Richter George Kara die Verübung der Straftaten während der Amtszeit Katzavs als Tourismusminister (1996-1999) sowie Präsident (2000-2007), es wäre ein Strafrahmen bis zu insgesamt 16 Jahre möglich gewesen. Während der Urteilsverkündung ist Katzav in Tränen ausgebrochen und hat „Sie irren sich, das ist eine Lüge!“ gerufen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Expräsident strebt eine Anfechtung des Urteils vor dem Obersten Gerichtshof in Jerusalem an.
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