Bundeskanzler Faymann wurde mit 93,8 Prozent zum SPÖ-Parteichef wiedergewählt. Zuvor hatte er beim Bundesparteitag in Vösendorf eine 45 Minuten dauernde Ansprache gehalten und dabei kritische Bemerkungen in Richtung ÖVP und auch Finanzminister Josef Pröll platziert. Es ging dabei z.B. um die Mindestsicherung, die von der ÖVP durch die Vorgaben für die Transparenzdatenbank blockiert würde. Faymann brachte auch zur Sprache, dass er nach den Wahlen gerne wieder einen Finanzminister aus den Reihen der SPÖ sehen würde. Weitere „heiße Eisen“ waren der Kampf gegen den Neoliberalismus, die Rechte der Arbeitnehmer, eine Einführung der Bankensteuer, soziale Gerechtigkeit, die ÖBB, die Studiengebühren (Wiedereinführung wird von der SPÖ ausgeschlossen), eine neue Mittelschule, eine Absage an die Ausländerfeindlichkeit. Vor allem in den Passagen der Rede, als es um die Positionierung der SPÖ gegenüber der ÖVP ging, erntete Faymann zustimmenden Applaus.