Bei den Filmfestspielen 2010 in Cannes (Frankreich) ging die diesjährige Goldene Palme überraschend an einen Low-Budget-Film. Der thailändische Film „Uncle Boonmee“ (who can recall his past lives) von Regisseur Apichatpong Weerasethakul konnte die Jury überzeugen. Der 39jährige Regisseur bezeichnete seinen Erfolg als „wie eine Geschichte aus einer anderen Welt“ und dankte seinen Eltern, die ihn als Kind mit ins Kino genommen hatten und ihn dadurch für die Welt des Films begeistern konnten. „Uncle Boonmee“ handelt wie im Titel ersichtlich von Onkel Boonmee. Dieser kann sich an frühere Leben erinnern, es kommt zu Begegnungen mit wiedergeborenen (reinkarnierten) Personen aus seinen früheren Leben. Als beste Darstellerin wurde diesmal die 46jährige Juliette Binoche für die Hauptrolle in „Copie Conforme“ ausgezeichnet, beste Darsteller sind diesmal ex aequo der 41jährige Javier Bardem („Biutiful“, die Geschichte eines an Krebs erkrankten Vaters) und den 29jährigen italienischen Schauspieler Elio Germano (La Nostra vita“) die sich den begehrten Preis teilen mussten. Der große Preis der Jury wurde an den französischen Regisseur Xavier Beauvois („Des hommes et des dieux“) verliehen. Der Ehrenpreis der Jury ging an den Tschad, der erstmals am Film-Wettbewerb teilnahm „Un homme qui crie“ von Regisseur Mahamat-Saleh Haroun). Die Auszeichnung für die beste Regiearbeit ging an Mathieu Amalric (Frankreich).