Zwischen den Parteien wurde heute über das Thema „Gemeinsame Obsorge für Kinder nach Scheidungen“ diskutiert. Es konnte nach wie vor keine Einigung erzielt werden. Während z.B. die Justizministerin Bandion-Ortner (ÖVP) dafür eintritt, ist Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) gegenteiliger Meinung. Von den anderen Parteien kamen von FPÖ und BZÖ der Vorschlag, sozusagen eine „automatische Regelung“ anzustreben. Die Grünen plädieren für eine Mediationsstelle zur Schlichtung. Zweifel an der Sinnhaftigkeit der gemeinsamen Obsorge gibt es vor allem im Hinblick auf alkoholkranke Männer und Frauen. Befürworter bringen hingegen das Argument vor, dass die geschiedenen Ehepartner oftmals durch den Entzug von Sorge- und Besuchsrecht regelrecht erpresst würden, indem man ihnen die Kinder vorenthält.