Nach etlichem Hin und Her und dem Vorsatz, die Hilfe der EU trotz der Finanzkrise nicht in Anspruch nehmen zu wollen, ist es nun doch so weit gekommen, daß die Iren den Euro-Schutzschild benötigen. Die irische Regierung bat gestern um Unterstützung aus dem Rettungsfonds. Die Finanzminister der EU stimmen unter bestimmten Voraussetzungen zu – ein rigoroses Sparprogramm ist jedoch unumgänglich und wird am Mittwoch präsentiert. An den Gesprächen in Dublin werden Vertreter der EZB (Europäischen Zentralbank), des IWF (Internationalen Währungsfonds) und der EU-Kommission teilnehmen. Man will die Gespräche bis Ende November abschließen, dann könnte für einen Betrag bis zu 90 Milliarden Euro die Haftung übernommen werden. Anders als bei Griechenland wird diesmal nicht direkt Geld fließen, sondern eben eine Haftung bis zu dieser Summe übernommen werden.