Die Sozialreferenten der Bundesländer haben sich nunmehr darauf geeinigt, daß ab 1. September die bedarfsorientierte Mindestsicherung in Österreich fix ist. Sie beträgt 744 Euro für alleinstehende Personen, darin sind 168 Euro Wohnzuschuss enthalten (mit Ausnahme der Stadt Salzburg, dort werden schon jetzt 380 Euro Wohnzuschuss ausbezahlt). Die Mindestsicherung ist mit einer Angleichung der bisher von den Bundesländern unterschiedlich gehandhabten Sozialhilfen verbunden. Sie wird auch über das Arbeitsamt beantragt werden können. Diejenigen, die sie in Zukunft bekommen, erhalten eine e-card und sind krankenversichert, werden aber stärker in arbeitsmarktpolitische Massnahmen wie z.B. Kurse, etc. eingebunden. Für viele Menschen in Österreich bedeutet dies eine Verbesserung, da sie bisher weniger als 744 Euro erhielten und somit als stark armutsgefährdet galten. Für manche bedeutet sie aber auch eine Verschlechterung, die vermutlich nur mit zusätzlichen Zahlungen (Kindergeld usw.) ausgeglichen werden kann. Wie sich die Standard-Mindestsicherung in der Praxis bewähren wird, bleibt also noch abzuwarten. Allerdings werden dadurch aller Voraussicht nach viele in Zukunft vor allem im Krankheitsfall besser abgesichert sein. Wie denkt Ihr über die Mindestsicherung? Eine faire Lösung?