Fünf der Nettozahler in der Europäischen Union (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland) wollen die Ausgaben in der EU langfristig einfrieren, um mehr Stabilität zu erreichen. In einem gemeinsamen Schreiben an den EU-Kommissionspräsidenten Barroso heißt es „Die Herausforderung in den nächsten Jahren werde darin liegen, nicht mehr Mittel auszugeben, sondern diese auf bessere Art und Weise auszugeben“. Zur Erklärung: „Nettozahler“ ist gleichbedeutend mit „mehr in das gemeinsame EU-Budget einzahlen, als man als Staat wieder davon herausbekommt“. Erwartungsgemäß protestieren ärmere Länder, die mehr aus dem EU-Budget erhalten dagegen, so auch Polens Staatspräsident Tusk. EU-Präsident Barroso (Portugal) wollte sich nicht dezidiert zu dem Vorschlag der fünf beteiligten Länder äußern und sagte etwas von „rituelle Tänze der verschiedenen Stämme, bevor das wirkliche Fest beginnt“, wobei nicht außer Acht gelassen werden sollte, daß Portugal auch nicht auf soliden wirtschaftlichen Beinen steht.