Nächste Woche will Finanzminister und Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) eine neue Regelung der Auszahlung von Banker-Boni vorlegen. Demnach soll es ab 2011 keine vom Erfolg unabhängigen Bonuszahlungen mehr geben, außerdem sollen 50 % der Boni nicht in bar sondern in Aktien des Unternehmens selbst ausbezahlt und 40 % der Bonuszahlungen erst nach 3 Jahren ausbezahlt werden. Die FMA (Finanzmarktaufsicht) soll zudem weitere Befugnisse erhalten, um jederzeit zu entsprechenden Maßnahmen hinsichtlich Bonus-Zahlungen greifen zu können, wenn die Eigenkapitalbasis der Bank in Gefahr gerät. Das neue Regelwerk für die Auszahlung von Banker-Boni umfasst insgesamt 9 Punkte im Geltungsbereich für Vorstände, Mitarbeiter in hohen Rängen, Kreditkundenbetreuer und auch Aktien-Händler. Weiters ist ein eigener Kontrollausschuss im Aufsichtsrat für große Banken mit mehr als 1 Milliarde Euro Bilanzsumme vorgesehen, Prämien müssen in der Bilanz offengelegt werden. Österreich folgt damit den EU-Richtlinien des Europäischen Parlaments vom Juli 2010 im Hinblick auf die variablen Bonuszahlungen und den langfristigen Erfolg von Bankmanagern.