Die Norwegische Zentralbank hat gegen die US-Großbank Citigroup eine Schadenersatzforderung von umgerechnet 619 Millionen Euro (835 Millionen Dollar) gestellt. Begründet wurde die am 17.9.2010 eingereichte Schadenersatzklage beim Bezirksgericht von Manhattan mit bewusster Täuschung wie falschen Aussagen und zurückgehaltenen Informationen und dadurch bedingten hohen Verlusten aus Geldanlagen. Die Norwegische Zentralbank hat großen Einfluss und verwaltet die hohen Einnahmen Norwegens aus den reichen Ölvorkommen und Gasvorkommen Norwegens. Zu Beginn des Jahres 2007 wurden von der Citigroup massiv Aktien sowie Anleihen gekauft, die während der Finanzkrise extrem an Wert verloren, weil die Citigroup sich am US-Immobilienmarkt verspekuliert hatte. Schon im Juli 2010 wurde über die Citigroup, an der nach einer Unterstützung von 45 Milliarden Dollar auch nach wie vor die US-Regierung beteiligt ist, von der SEC (US-Börsenaufsicht) wegen Fehlinformationen gegenüber Anlegern bezüglich riskanten Immobilienpapieren zu einer Geldstrafe von 75 Millionen Dollar verurteilt, verzeichnete jedoch zuletzt wieder hohe Gewinne.