Der wegen mutmaßlichen Insiderhandels mit Aktien ins Visier der Behörden und der Öffentlichkeit geratene OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttensdorfer wurde heute nach umfangreichen Diskussionen und Vorlage mehrerer Experten-Gutachten vom Aufsichtsrat der OMV in seiner Funktion bestätigt. Ruttensdorfer hatte im März 2009 Aktien seines eigenen börsennotierten Mineralölkonzerns um rund 632.000 gekauft und in einem Interview verkündet, daß der Anteil bei Konkurrenten MOL (Ungarn) jedenfalls bis Ende 2009 gehalten würde. Eine Woche später erfolgte der Ausstieg bei MOL und der Verkauf an Surgutneftegaz um rund 1,4 Milliarden Euro. Daraufhin legten die OMV-Aktien um 3,33 % zu. Ruttensdorfer hat die Aktien allerdings bis heute nicht verkauft. Das Verfahren gegen ihn läuft weiterhin, mit einer Entscheidung (Höchststrafe bei einem eventuellen Schuldspruch 5 Jahre Haft) wird erst im nächsten Jahr gerechnet. Der Aufsichtsrat will dies genau verfolgen. Ruttensdorfers Vertrag läuft noch bis Ende März 2011.