Polen hat sich bereit erklärt, Russland bei der Bekämpfung der Wald- und Torfbrände, die außer Kontrolle geraten sind, zu helfen. Insgesamt 155 polnische Feuerwehrleute mit Spezialausrüstung sollen heute zur Unterstützung in Russland eintreffen und sich dort die nächsten 2 Wochen im Einsatz befinden. Momentan gibt es rund 588 Brände, Abkühlung durch Regen ist noch nicht in Sicht, es herrschen Temperaturen um die 40 Grad. Die russischen Feuerwehrleute kämpfen teilweise mit veralteten Methoden und unzureichendem Equipment gegen die weitreichenden Brände an. Mittlerweile ist die Zahl der Todesopfer bereits auf 50 gestiegen. Moskau befindet sich nach wie vor in Gefahr und ist von einer dichten Smog- und Rauchwolke eingehüllt. In der Gegend von Tschernobyl (Ukraine), wo sich 1986 eine Atomkatastrophe im dortigen Atomkraftwerk ereignet hat, wird befürchtet, dass durch Brände erneut radioaktive Substanzen freigesetzt werden könnten. Auch die Türkei und Serbien haben Russland ihre Hilfe bei der Brandbekämpfung angeboten.