Der portugiesische Regierungschef Coelho hat gestern kurz vor Mitternacht in einer Ansprache, die im Fernsehen übertragen wurde, den Etat für das Jahr 2012 vorgestellt. Coelho beschrieb in drastischen Worten, daß Portugal eine Zeit des nationalen Notstandes durchlebt und kündigte weitere Sparmaßnahmen an. So sollen z.B. Staatsbedienstete, die ein Gehalt von über 1.000 Euro monatlich verdienen, vorübergehend auf das 13. und 14. Gehalt verzichten müssen. Anpassungen bei Urlaubszeiten wären geplant und die Arbeitszeiten am privaten Sektor müßten um ½ Stunde täglich angehoben werden. Kürzungen sind bei Bildung sowie Gesundheit geplant. Auch die Mehrwertsteuer soll für sehr viele Güter sowie Dienstleistungen auf 23 % angehoben werden. Die Pläne werden am Montag dem Parlament vorgelegt, die Abstimmung darüber soll bis Ende November erfolgen. (Alle Angaben ohne Gewähr)