Es gab und gibt sie ja schon seit Jahrtausenden. Die sogenannten „Prophezeier“, die alles damit erklären wollen, daß Gott die Menschen „bestraft“. Die amerikanische Präsidentschaftskandidatin Michele Bachmann gehört nun zu dieser schier endlosen Reihe der Propheten und Weltuntergangs-Schilderern. So bezeichnet Bachmann doch tatsächlich den Hurrikan Irene und das Erdbeben als „Strafen Gottes“. Jedenfalls paßt aber der „strafende Gott“ nicht in das Urbild der Religion, die einen „liebenden Gott“ sieht. Michele Bachmann darf getrost als anmaßende Person bezeichnet werden, die die Menschen mit Ihren Drohungen verängstigen und für sich gewinnen möchte – so auch, daß Gott ihre Kandidatur gewollt hat. Die Urgewalten der Natur haben schon immer zugeschlagen – unabhängig von Religion und Geisteshaltung.