Nicht nur Griechenland und andere Länder sind zusehends mit Sparmaßnahmen konfrontiert. Gestern hat Österreichs Regierung (SPÖ, ÖVP) der Öffentlichkeit ein Sparpaket für die nächsten Jahre präsentiert mit dem ein „Null-Defizit“ noch vor dem Jahr 2016 erreicht werden und Österreich aus dem Visier der Finanzmärkte kommen soll. Ohne hier auf genauere Details einzugehen fällt auf, daß z.B. bei den Pensionen gespart wird, indem diese 2013 und 2014 keine Indexanpassung erfahren werden, was bei steigenden Lebenshaltungskosten mehr als bedenklich erscheint. Bei den Frühpensionen wird ein wenig „gemogelt“, da Menschen unter 50 Jahren dem AMS „zugeteilt“ werden, was aber an deren Erkrankung nichts ändert. Das Pensionsalter und die Anwartszeiten auf die Pension werden hinaufgesetzt. Diesbezüglich ist noch keinesfalls abzuschätzen, ob genügend Arbeitsplätze für ältere Arbeitnehmer vorhanden sein werden. Bei Kündigungen müssen Firmen in Hinkunft 110 Euro an das AMS bezahlen. Einige Maßnahmen können durchaus als sinnvoll eingeschätzt werden, andere wiederum werden voraussichtlich zu einem verstärkten sozialen Ungleichgewicht führen und die Einkommensschere weiter auseinander klaffen lassen. Übrig bleibt letztlich auch ein schaler Beigeschmack was die EU an Belastungen für die Österreicher gebracht hat – die Rechnung wird den Österreichern jedenfalls nun präsentiert. Dass diese bei den nächsten Wahlen der Regierungsmannschaft die Rechnung dafür präsentieren werden scheint vorhersehbar. (Alle Angaben ohne Gewähr)