Die Opfer des Finanzjongleurs und Spekulanten Bernard Madoff (72) dürfen auf eine zumindest teilweise Entschädigung hoffen. Irving Picard, der die Geschädigten vertritt, hat in Aussicht gestellt, daß bis Ende des Jahres 2011 ein Teil des Geldes in Höhe von rechtlich abgesicherten 2,6 Milliarden Dollar ausbezahlt werden könnte. Diese hatten sich von Madoff überzeugen lassen, an Spekulationsgeschäften bzw. Schneeballsystemen teilzunehmen, wobei es einige Nutznießer wie z.B. Großbanken wie etwa JPMorgan gab. Bisher wurden von Picard rund 10 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 7 Milliarden Euro) abgesichert, was circa der Hälfte der geschätzten Schadenssumme von 20 Milliarden Dollar (14 Milliarden Euro) entspricht. Großteils stammt diese Summe aus dem Nachlaß des verstorbenen Milliardärs Jeffry Picower. Der bisher größte Betrugsfall in der Finanzgeschichte hat jedenfalls auch wieder klar gemacht, daß Spekulationsgeschäfte mit irrational hohen Gewinnversprechen immer riskant sind. Madoff wurde im Juni 2009 zu insgesamt 150 Jahren Haft verurteilt.