Der 28jährige Attentäter (als Taimur Abdel Wahab identifiziert), der sich am Samstag gegen 17.00 h in der Nähe von Stockholms Zentrum (Schweden) in die Luft gesprengt hatte, dürfte nach Ansicht der Polizei ein Einzeltäter gewesen sein. Er lebte in Bedfordshire (Großbritannien), hatte an der Universität Luton studiert und lebte ein unauffälliges Leben als Familienvater. Man könnte ihn diesbezüglich als „Schläfer“ bezeichnen, also einen Selbstmordattentäter „auf Abruf“. Der Mann hatte insgesamt 6 Rohrbomben an seinem Körper befestigt, wovon nur eine hoch ging. Wären alle 6 Rohrbomben explodiert, hätte es nach Ansicht der Experten ein Blutbad gegeben. Der islamische Selbstmordattentäter wollte mit seiner Aktion gegen die Haltung Schwedens im Hinblick auf die Mohammed-Karikaturen des Künstlers Lars Vilks und gegen den Einsatz schwedischer Soldaten in Afghanistan protestieren. Dass dabei unschuldige und unbeteiligte Menschen ums Leben kommen könnten, hat er bewusst auf sich genommen. Während die jemenitische Website „Humoukh al Islam“ („islamischer Stolz“) mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida die Tat des Mannes lobend erwähnte und ein Foto des Attentäters veröffentlichte, hat sich der Sprecher der schwedischen Muslime von der Tat distanziert und den Anschlag verurteilt. Sonntag Abend kam es in Stockholm zu einer Demonstration von ca. 100 Muslimen gegen den Terrorakt. Im Zusammenhang mit Jihad (dem sogenannten „Heiligen Krieg“) kommt es leider durch die selbst ernannten Mujahedin („Islamischen Kämpfer“) immer wieder zu Terroranschlägen, bei denen Unbeteiligte sterben bzw. schwer verletzt werden.