Der Verdacht gegen die Leitung der Wiener Schulbrüder in Wien 21 (Ortsteil Strebersdorf) in Zusammenhang mit Missbrauchsfällen weitet sich aus. Demzufolge hat es schon vor 5 Jahren ein Gerichtsurteil gegen einen geständigen Religionslehrer gegeben. Ein 11jähriger soll mehrfach vergewaltigt worden sein, es ist nun von weiteren Fällen die Rede. Die Schulbrüder stehen unter römisch-katholischer Leitung und hatten bisher einen guten Ruf, auch durch das angeschlossene Internat, die Leitung gibt an bis zur Veröffentlichung diesbezüglicher Vorwürfe nichts Konkretes von den Vorfällen gewusst zu haben. Die Opferschutzanwaltschaft, die von Kardinal Christoph Schönborn eingesetzt wurde und unter der ehemaligen steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic steht, ermittelt weiter und bietet verschiedene Hilfen in Form von Therapien etc. an. Im Herbst sollen die ersten Entschädigungszahlungen an die Missbrauchs-Opfer erfolgen, die sich auch in der Plattform von Opfern kirchlicher Gewalt unter dem Wiener Rechtsanwalt Dr. Werner Schostal zusammengefunden haben, der im Namen der Opfer bereits formelle Schritte gegen die mutmaßlichen Täter eingeleitet hat.