Nachdem der ÖVP-Bürgermeister von Unterrabnitz (Burgenland) Manipulationen an den Wahlkarten gestanden haben soll, wird nun heftig über das Wahlkarten-Stimmrecht in seiner derzeitigen Form diskutiert. Es dürfte jedenfalls nicht allzu schwer sein, im Namen von stimmberechtigten Bürgern Wahlkarten zu beantragen und diese dann nach eigenen Wünschen auszufüllen, wenn man „an der richtigen Stelle“ sitzt. Bedenklich auch, dass die am 30.5.2010 stattgefundene Landtagswahl nach dem Geständnis nicht wiederholt wird, da die Frist für die Anfechtung der Wahl verstrichen ist. Die Mandate der Parteien bleiben daher unverändert.