Nach der Giftschlamm-Katastrophe beim Aluminiumwerk MAL in Devecser (Ungarn) fragen sich viele Österreicher, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Giftstaub bei trockenem Wetter und Wind auch nach Österreich kommt. Diesbezüglich können wir von Glück sagen, dass es nun in der kälteren und feuchteren Jahreszeit eher nicht zu weitreichenden Auswirkungen für unser Land kommen wird. Das getrocknete Erdreich mit den um ein mehrfaches erhöhten Schwermetall- und Quecksilber-Konzentrationen wird durch die feuchte Witterung in Bodennähe gehalten. Wien als Hauptstadt von Österreich befindet sich rund 190 km (150 km Luftlinie) von Devecser entfernt, wäre also nur im Falle von starken Stürmen und Trockenheit gefährdet. Der Seewinkel, der näher am Unglücksort liegt, wird mittels Umwelt-Messstationen derzeit verstärkt überprüft. Bei einer herannahenden Gefahr ist also mit einer raschen Benachrichtigung der Bevölkerung zu rechnen. In diesem Falle wäre es aus Gründen der Vorsicht angebracht, die Fenster geschlossen zu halten und sich nach Möglichkeit nicht im Freien aufzuhalten, um eine Gefahr für die Gesundheit möglichst zu vermeiden. Eine akute Gefährdung für Österreich besteht jedoch nach dem aktuellen Stand nicht.