Abseits von Debatten über die Allgemeine Wehrpflicht, das Budget, etc. und den heute und morgen stattfindenden Abschlussveranstaltungen der wahlkämpfenden Parteien um den Bürgermeistersitz in Wien findet auf einer anderen Ebene ein Comic-Wettbewerb der Parteien statt. Angefangen hat es mit einem Comic der FPÖ, die mit dem „HC Man-Comic“, worin HC-Man (H.C. Strache) bei der Türkenbelagerung von Wien (welche tatsächlich 1683 stattgefunden hat)einen Buben auffordert, mit einer Steinschleuder gegen den erwachsenen Heerführer der Türken (Kara) Mustafa vorzugehen und diesem dafür eine Burenwurst spendiert. Dies wurde noch naserümpfend von den anderen Parteien mitverfolgt und verurteilt. Es folgte ein Comic der Grünen worin Innenministerin Maria Fekter mit dem Teufel höchstpersönlich telefoniert, um mittels „Spezialisten“ eine Lösung für das Zuwanderungsproblem zu finden. Nun hat sich auch die SPÖ dem „Comic-Wettbewerb“ angeschlossen. Im neuen Comic der SPÖ kämpft Bürgermeister Michael Häupl Seite an Seite mit einem vermummten Müll-Mann gegen Nazi-Zombies und einen Androiden, der „Lieblingsfeind“ H.C. Strache äußerst ähnlich sieht. Das Comic der SPÖ wird vor Schulen, Discos etc. an die Jugend verteilt, der verantwortliche Jugend-Koordinator der SPÖ, Peko Baxant (33), will darin keinen Aufruf zu Gewalttätigkeiten sehen. Eines ist klar: die Parteien wollen mit den Comics vorwiegend die Jugend als „Zielpublikum“ erreichen. Bleibt die Frage offen, ob die Partei mit dem besten Comic am Sonntag bei den Gemeinderatswahlen die meisten Stimmen erhält.